Manchmal entsteht ein Konzept aus einer einzigen Frage.
Meine war: Warum sehen Personal-Branding-Fotos eigentlich überall gleich aus?
Weisser Hintergrund. Verschränkte Arme. Lächeln auf Knopfdruck. Die gleiche Pose, einmal in Zürich, einmal in München, einmal in Hamburg. Austauschbar. Die Person darauf könnte überall arbeiten. Sie könnte auch eine andere sein.
Das ist mir irgendwann zu wenig geworden.
Heute fotografiere ich Berater, Coaches und Führungskräfte an Orten, die zu ihnen passen. Nicht zu einem Stockfoto-Ideal. Zu ihnen. Und seit ich das so mache, höre ich oft denselben Satz: «Diese Bilder sehen aus wie ich.»
Genau das ist der Punkt.
Warum St. Gallen?
Ich wohne in Uster. Mein Studio ist in der Brandstrasse 15. Wenn ich also rein praktisch denken würde, wäre Zürich näher.
Aber ich denke nicht praktisch. Ich denke in Bildern.
Und in Bildern hat St. Gallen etwas, das andere Städte nicht haben. Es ist diese Mischung, die schwer zu beschreiben ist und in Sekunden auf einem Foto sichtbar wird: gewachsene Substanz, ohne museal zu wirken. Urbanität, ohne sich anzustrengen. Eine Stadt mit 111 Erkern, einem UNESCO-Stiftsbezirk und gleichzeitig einer Marktgasse, wo am Donnerstagabend die Leute rauskommen und einfach reden.
Wer hier vor der Kamera steht, hat keinen Hintergrund. Sondern einen Kontext.
Und dieser Kontext erzählt mit.
Was meine Kunden brauchen, kann eine Region geben.
Die meisten, die zu mir kommen, sind über vierzig. Sie haben zwanzig, dreissig Jahre Erfahrung. Sie haben Mandate, Teams, Kunden geführt. Sie wissen, was sie können.
Was sie nicht haben: Bilder, die das zeigen.
Was sie auch nicht haben: Lust auf Studio, Posing und das Gefühl, jemand anderes spielen zu müssen für die Kamera.
Ein Werte-Shooting auf einem weissen Hintergrund funktioniert nicht. Werte brauchen Kontext, sie brauchen einen Ort. Sie brauchen Architektur, Licht, Atmosphäre. Sie brauchen das, was eine echte Stadt liefert und was ein Studio gar nicht liefern kann.
St. Gallen liefert das.
Wie aus einer Idee eine Partnerschaft wurde.
Vor ein paar Wochen sass ich mit Janine Würth von St. Gallen-Bodensee Tourismus zusammen. Es ging um eine simple Frage: Wie können wir das, was die Region kann, mit dem zusammenbringen, was meine Kunden brauchen?
Janine kennt diese Region seit fast 15 Jahren. Sie weiss, wo welches Licht morgens am schönsten fällt. Sie weiss, welches Restaurant einen Raum hat, in dem man am Samstagabend mit acht Leuten ungestört sitzen kann. Sie weiss, welche Hotels für Gäste passen, die am Freitagabend anreisen und bis Sonntag bleiben.
Aus diesem Gespräch ist mehr geworden als nur Austausch. Es ist eine Zusammenarbeit entstanden, die genau das macht, was beiden Seiten wichtig ist: Sie zeigt die Region nicht als Postkarte, sondern als Ort, an dem etwas passiert.
Was meine Teilnehmer in St. Gallen tatsächlich erleben.
Ein Visual Value Shooting Day läuft so:
Wer am Freitag oder Samstag dabei ist, kommt vorbereitet. Im Werte-Call, der vor dem Shooting stattfindet, haben wir geklärt, wofür diese Person steht. Was sie zeigen will. Was auf keinen Fall in den Bildern auftauchen soll. Mit dieser Klarheit beginnt der Tag.
Dann gehen wir raus. Nicht ins Studio, nicht in eine sterile Halle. Wir gehen in die Stadt.
Manche brauchen den Stiftsbezirk, weil ihre Werte mit Tradition, Tiefe und Substanz zu tun haben. Andere passen besser ins Textilquartier, weil sie für Handwerk und Präzision stehen. Wieder andere zieht es an den Bodensee, weil ihre Wirkung etwas Weites, Offenes braucht.
90 Minuten on location. Geführt, nicht posiert. Du musst nichts wissen. Du musst nur da sein.
Was am Samstagabend passiert.
Am Samstagabend kommen alle Teilnehmer beider Tage zusammen. Wir treffen uns in einem privaten Raum eines St. Galler Restaurants – nicht in einer Hotelbar mit Hintergrundmusik, sondern an einem Ort, an dem Gespräche möglich sind.
Eine moderierte Runde zum Einstieg. Erste Bildeindrücke. Dann offener Abend.
Wer früh gehen will, geht früh. Wer bleiben will, bleibt. Aus diesen Abenden sind schon Geschäftspartnerschaften entstanden. Empfehlungen. Manchmal auch Freundschaften.
Das war nicht geplant. Es passiert einfach, wenn Menschen mit ähnlichen Werten sich an einem ehrlichen Ort begegnen.
Warum ich gerne Gäste übernachten lasse, statt sie nach Hause zu schicken.
Wer aus Bern, Basel oder dem Tessin anreist, will am Freitagabend nicht zurückfahren. Und ehrlich gesagt: Auch wer aus Zürich kommt, sollte nicht zurückfahren. Nicht nach diesem Tag.
Über mein Angebot «Daheim auf Zeit» können Teilnehmer direkt in St. Gallen übernachten. Möbliert. Mit Küche. Mit dem Komfort, den ein Hotel nicht hat. Wer am Samstagmorgen mit Blick auf die Stadt aufwacht, statt im Stau auf der A1 zu stehen, beginnt den Tag anders.
Das ist die eine Möglichkeit. Die andere führt über den Marktplatz von St. Gallen-Bodensee Tourismus. Dort findest du Hotels, Ferienwohnungen, kulinarische Angebote und Aktivitäten für das Wochenende drumherum.
Was die Region zu bieten hat – jenseits meines Shootings.
Manche Teilnehmer kommen mit Partner. Andere bleiben einen Tag länger, weil sie die Region noch nicht kennen.
Wer wandern will, hat den Alpstein vor der Tür. Wer den Bodensee will, ist in einer halben Stunde dort. Wer Kultur will, geht in die Stiftsbibliothek, ins Textilmuseum, ins Kunstmuseum. Wer essen will, hat eine Auswahl, die weit über die Bratwurst hinausgeht – auch wenn die natürlich auch dazugehört.
Inspiration für das Wochenende drumherum gibt es in den Stories von St. Gallen-Bodensee Tourismus. Velotouren, Picknickplätze, Kulturspaziergänge, Familienausflüge. Alles vor Ort, alles getestet, alles authentisch.
Drei Termine 2026.
Die Visual Value Shooting Days finden 2026 an drei Wochenenden in St. Gallen statt:
- Freitag/Samstag, 10./11. Juli 2026
- Freitag/Samstag, 28./29. August 2026
- Freitag/Samstag, 25./26. September 2026
Pro Tag maximal vier Teilnehmer. Pro Wochenende also höchstens acht.
Das ist Absicht. Wer in einer kleinen Gruppe ist, bekommt Aufmerksamkeit. Und wer Aufmerksamkeit bekommt, entspannt sich. Und wer sich entspannt, wirkt auf den Bildern wie er ist.
Mein Versprechen an die Region.
Ich verspreche St. Gallen-Bodensee Tourismus und allen Mitgliederbetrieben das, was ich auch meinen Kunden verspreche: Ich werde diese Region nicht als Hintergrund benutzen.
Ich werde sie zeigen.
In jedem Bild, das hier entsteht, wird St. Gallen zu sehen sein. Nicht als verschwommener Hintergrund, sondern als Mit-Akteur. Als Charakter. Als Teil der Geschichte.
Wer ein Bild von einem meiner Teilnehmer auf LinkedIn, auf einer Website oder in einem Buch sieht, wird nicht nur die Person erkennen. Er wird auch die Stadt erkennen.
Das ist der Deal.
Wenn das hier dein Thema ist.
Du bist Berater, Coach, Führungskraft oder Experte. Du hast Erfahrung. Du weisst, was du kannst. Aber deine Bilder zeigen das nicht.
Vielleicht ist ein Wochenende in St. Gallen genau das, was du brauchst. Nicht nur für die Bilder. Auch für den Kopf.