Fotograf. Und nicht fotogen.
Sonntag, 20. September 2026, 7:00
Ich fotografiere Menschen, seit ich zum 16. Geburtstag eine Kamera bekommen habe. Und ich finde mich selbst nicht fotogen.
Auf Fotos entdecke ich graue Haare, die mir im Spiegel nie auffallen. Dann suche ich nur noch die grauen Haare. Und vergesse zu strahlen.
«Ich bin nicht fotogen.» Diesen Satz höre ich fast jede Woche. Mein Geheimnis heisst Rumpelstilzchen-Effekt.
Im Märchen verliert das kleine Männchen seine Macht, sobald jemand seinen Namen sagt. Darum spreche ich das ungute Gefühl vor dem ersten Bild ruhig aus. Ich sage, dass es fast allen so geht.