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RATGEBER · BEWERBUNGSFOTOS

Bewerbungsfotos Zürich: Was sie kosten und was den Unterschied macht

Zwischen 49 und 350 Franken liegt im Raum Zürich alles – und der Unterschied steckt nicht in der Kamera.

Bewerbungsfotos Zürich – Shooting im Fotostudio Uster, entspannte Situation vor der Kamera
Die ersten Minuten sind eingeplant, um nichts zu produzieren.

Du sitzt vor dem Buchungsformular und fragst dich, warum das eine Studio 49 Franken verlangt und das nächste 300.

Beide zeigen ein Gesicht vor hellem Hintergrund. Beide nennen es Bewerbungsfoto. Und niemand erklärt, was dazwischen liegt.

Hier steht, was du für dein Geld bekommst – ohne Werbung für eine bestimmte Preisklasse.

Was kostet ein Bewerbungsfoto in Zürich?

Ein professionelles Bewerbungsfoto kostet in der Schweiz zwischen 80 und 350 Franken. Im Raum Zürich liegen Schnellstudios bei 49 bis 120 Franken, Fotostudios mit Beratung bei 150 bis 350 Franken. Der Preis richtet sich fast nie nach der Technik, sondern nach der Zeit, die jemand mit dir verbringt.

Warum die Preisspanne so gross ist

Ein Foto dauert eine Sechzigstelsekunde. Ein Bewerbungsfoto dauert länger.

Die Unterschiede erklären sich fast vollständig über drei Dinge: wie viel Zeit eingeplant ist, wer dich dabei führt, und was nach dem Auslösen noch passiert.

Ein Schnellstudio rechnet mit acht Minuten pro Person. Das ist kein Vorwurf, das ist ein Geschäftsmodell – und für viele reicht es völlig. Ein Studio mit 30-Minuten-Slots rechnet damit, dass die ersten Bilder nichts werden.

Beides führt zu einem Bild. Nur zu einem anderen.

Was du für 49 Franken bekommst

Ein sauber belichtetes Gesicht vor grauem Hintergrund. Meist in fünf bis zehn Minuten, oft ohne Termin, häufig im Einkaufszentrum.

Das ist mehr wert als sein Ruf. Wenn du fotogen bist, wenn du weisst, wie du stehst, wenn du dich vor der Kamera nicht verkrampfst – dann bekommst du dort ein brauchbares Bild zum fairen Preis.

Was du nicht bekommst: Zeit, um anzukommen. Jemanden, der dir sagt, dass dein Kinn zu hoch steht. Eine zweite Chance, wenn der erste Durchgang steif aussieht.

Und genau daran scheitern die meisten. Nicht an der Kamera.

Was in einem Preis von 185 Franken steckt

Im Fotostudio an der Brandstrasse 15 in Uster kostet der 30-Minuten-Termin 185 Franken. Wer vorab im Online-Shop bezahlt, zahlt 150.

Darin enthalten: fünf fertig bearbeitete Bilder, eine Retusche, Outfit- und Stilberatung vor dem ersten Auslösen, und eine Geld-zurück-Garantie, die gilt, solange du im Studio bist.

Der 60-Minuten-Termin kostet 335 Franken, mit Vorauszahlung 265. Dafür gibt es fünfzehn Bilder, drei Retuschen, drei Outfit-Wechsel und Varianten in Farbe, Schwarzweiss und Sepia.

Die eigentliche Leistung steht in keiner dieser Zeilen. Sie besteht darin, dass die ersten zehn Minuten eingeplant sind, um nichts Brauchbares zu produzieren.

Braucht man in der Schweiz überhaupt ein Bewerbungsfoto?

Ja. In der Schweiz gehört das Foto weiter zum Dossier – anders als in Deutschland, wo es aus Gründen der Gleichbehandlung zunehmend weggelassen wird.

Pflicht ist es nicht. Kein Arbeitgeber darf ein Bild verlangen. Aber ein Schweizer Dossier ohne Foto fällt auf, und zwar nicht angenehm: Es wirkt unvollständig, so als hätte jemand etwas vergessen.

Die ehrlichere Frage ist deshalb, welches Bild du einreichst.

Warum ein Studio in Uster eine Zürich-Option ist

Vom Hauptbahnhof Zürich bis nach Uster sind es gut zwanzig Minuten. Vom Bahnhof Uster zum Studio fünf Gehminuten. Parkplätze stehen direkt vor dem Haus.

Aus Winterthur und Wetzikon bist du noch schneller da.

Das Studio liegt im vierten Stock, ist klimatisiert und hat keine Wartenummer. Wer im Hochsommer im Anzug fotografiert wird, weiss, warum die Klimaanlage keine Nebensache ist.

Was du sparst, wenn du aus der Stadt herausfährst: die Hektik. Was du investierst: zwanzig Minuten Zugfahrt.

Kann ich mein Bewerbungsfoto selbst machen?

Technisch schon. Ein aktuelles Smartphone hat genug Auflösung für ein Bewerbungsdossier.

Praktisch scheitert es fast immer an zwei Dingen, die nichts mit der Kamera zu tun haben: am Licht und am Hintergrund. Deckenlampen werfen Schatten unter die Augen. Wohnzimmerwände sind selten neutral. Und die Selfie-Distanz verzerrt das Gesicht – die Nase wirkt grösser, die Ohren kleiner.

Personalverantwortliche merken das. Nicht bewusst, nicht im Detail. Aber das Bild wirkt improvisiert, und dieser Eindruck überträgt sich auf die Bewerbung.

Und was ist mit KI-generierten Bewerbungsfotos?

Es gibt Dienste, die aus zehn Selfies ein Studioportrait bauen, für ein paar Franken. Das Ergebnis sieht oft überraschend gut aus.

Es zeigt nur ein Gesicht, das dir ähnlich sieht. Nicht deines.

Der Moment, in dem das auffällt, ist das Vorstellungsgespräch. Da sitzt jemand am Tisch, der anders aussieht als das Bild im Dossier – glatter, jünger, symmetrischer. Niemand spricht es an. Aber die erste Sekunde ist verbraucht.

Genau darin liegt der Vorsprung eines echten Bildes.

Woran du ein gutes Bewerbungsfoto erkennst

Fünf Dinge, die du selbst prüfen kannst, ohne Fotograf zu sein:

Du bist erkennbar – jemand, der dich kennt, würde dich sofort identifizieren. Der Blick geht in die Kamera. Das Licht kommt von vorne und leicht seitlich, ohne harte Schatten. Der Hintergrund ist ruhig und lenkt nicht ab. Das Outfit passt zur Branche, in der du dich bewirbst.

Was auf keiner Checkliste steht und trotzdem entscheidet: du siehst darauf aus wie an einem guten Tag. Nicht wie jemand, der gerade angewiesen wurde zu lächeln.

Bewerbungsfoto oder Businessfoto – was brauchst du?

Handwerklich ist es dasselbe. Der Zweck unterscheidet sich.

Ein Bewerbungsfoto liegt im Dossier. Es wird einmal angeschaut, von jemandem, der über eine konkrete Stelle entscheidet. Es muss seriös wirken und zur Branche passen.

Ein Businessfoto für LinkedIn oder die eigene Website steht öffentlich und dauerhaft. Es wird von Menschen gesehen, die dich noch nicht kennen. Es muss ansprechbar wirken.

Im Studio Uster entstehen beide, oft im selben Termin. Sag beim Buchen einfach, wofür du die Bilder brauchst.

Wie lange dauert es, bis du die Bilder hast?

Eine Woche ist garantiert. In der Praxis sind es meist zwei bis drei Arbeitstage.

Die Bilder kommen als hochaufgelöste JPG über einen Downloadlink, ohne Wasserzeichen. Die Nutzungsrechte gehen mit der Lieferung an dich über: Dossier, LinkedIn, eigene Website, Jobportale – alles erlaubt, ohne Rückfrage.

Wenn es eilt, geht es nach Absprache auch schneller. Sag es beim Buchen, nicht danach.

Bewerbungsfotos in Zürich: der kurze Schluss

Der Preis eines Bewerbungsfotos misst keine Bildqualität. Er misst Zeit.

Wenn du weisst, wie du vor der Kamera stehst, reicht das Schnellstudio. Wenn dir dieser Satz schon beim Lesen unangenehm war, brauchst du die halbe Stunde – und jemanden, der sie mit dir verbringt.

Beides ist legitim. Nur solltest du wissen, was du kaufst, bevor du buchst.

Alex Lörtscher
Fotograf, Mentor, Inhaber Starwin GmbH, Uster

Alex Lörtscher ist Fotograf, Mentor und Inhaber der Starwin GmbH in Uster. Im Fotostudio an der Brandstrasse 15 entstehen Bewerbungs- und Businessfotos für Menschen aus Zürich, Winterthur und dem Zürcher Oberland.

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